PräventionspoolBayern
ZPG
Train-the-Trainer-Schulung für Fachkräfte aus der bayerischen Suchthilfe
In diesem Workshop werden die Inhalte der manualisierten, evidenzbasierten Schulung aus dem bayerischen Modellprojekt „Take-Home Naloxon“ (THN) vermittelt und eingeübt. Daneben werden effiziente Rahmenbedingungen und hilfreiche Praxistipps weitergegeben. Ziel ist es, teilnehmende Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus Einrichtungen der Suchthilfe zu befähigen, in ihren Einrichtungen THN-Schulungen mit opioidabhängigen Menschen und deren Angehörigen durchzuführen.
Webseite des Angebots
Thema Sonstiges, Sucht vorbeugen
Lebenswelt Einrichtung der (teil-) stationären Versorgung, Sonstiges: Suchthilfe
Altersgruppe Erwachsene (30-64 Jahre), Junge Erwachsene (18-29 Jahre), Ältere (ab 65 Jahre)
Form Digitales Angebot, Präsenzangebot, Informationsmaterial (print, online)
Laufzeit 01.10.2021 01.12.2030
Sprachen Deutsch
Zuletzt aktualisiert: 29.10.2025
Öffentliche Behörde des Freistaates Bayern, die sich explizit mit dem Masterplan Prävention für die Prävention udn Gesundheitsförderung stark macht.
Mit dem Projekt BayTHN – Take Home Naloxon in Bayern sollen Fachkräfte aus Einrichtungen der Suchthilfe geschult werden, wie Sie opioidabhängige Menschen und deren Angehörige befähigen, das Notfallmedikament Naloxon bei einer akuten Vergiftung mit Opioiden einzusetzen. So soll der tödliche Ausgang einer Überdosis mit Opioiden, wie Heroin, Methadon oder Fentanyl, verhindert werden.
Naloxon ist ein Notfallmedikament, dass bei einer akuten Vergiftung mit Opioiden eingesetzt wird, um einen tödlichen Ausgang zu verhindern. Seit 2018 ist in Deutschland ein Naloxon-Präparat verfügbar, dass als Nasenspray verabreicht werden kann. Drogengebrauchende können sich das Präparat verschreiben lassen und auch an andere Personen wie beispielsweise Familienangehörige weitergeben, damit diese es im Notfall den Betroffenen verabreichen können. Seit 2025 ist auch eine sogenannte Sammelverschreibung, beispielsweise an Polizei oder Streetwork, möglich.
Zielgruppe der Schulung sind Fachkräfte aus bayerischen Einrichtungen der Suchthilfe. Diese sollen befähigt werden, eigene THN-Schulungen mit opioidabhängigen Menschen und deren Angehörigen durchzuführen.
Es handelt sich um eine zweiteilige Schulung mit einem Online- und einem Präsenzteil. Im Online-Teil werden relevante Grundlagen zu den Schulungsinhalten und zu den Ergebnissen des bayerischen Modellprojekts vermittelt. Am Präsenztag werden Schulungsinhalte inkl. zielgruppenspezifischer Didaktik praktisch umgesetzt, wie beispielsweise der Ablauf einer „idealen Schulung“ oder ein Good-practice-Bericht.
Inhaltlich werden den Teilnehmenden in der Schulung folgende Punkte vermittelt:
Relevante Ergebnisse aus dem Modellprojekt
Rechtliche Rahmenbedingungen
Erkennen einer Opioidüberdosierung
Notruf absetzen
Kennen und Umsetzen geeigneter Erste-Hilfe
Maßnahmen
Naloxon: Richtiger Einsatz, Wirkweise und Wirkdauer, Risiken kennen, Verhalten nach Anwendung, Zielgruppenspezifische Didaktik, Umgang mit typischen Schwierigkeiten („best-practice Modelle“)
Die Organisation der Schulung übernimmt das Bayerische Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Als Referent agiert Herr Prof. Dr. med. Norbert Wodarz, Projektleitung BayTHN-Modellprojekt, medbo Medizinische Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz KU. Zudem kommen am Präsenzteil Expertinnen und Experten aus der Praxis von Drugstop Drogenhilfe Regensburg e.V. zum Einsatz. Eine Anmeldung zur Schulung ist erforderlich und kann über die Seite des ZPG erfolgen. Die Teilnahme an der Schulung ist kostenfrei. Tagungsgebühren sowie Kosten für die Verpflegung und Anreise werden vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention übernommen.
Informationen zur Schulung finden Sie unter:
https://www.zpg-bayern.de/termine.html
https://www.bas-muenchen.de/wp-content/uploads/StMGP_THN-Bayern_Bericht_DRUCK_Endversion.pdf
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