Wir alle gegen Cybermobbing

Hauptziel des Projektes ist die Prävention von Cybermobbing, Hate Speech, Sexting und Stress im Internet.

Strukturiertes, 4-Phasen Präventionsprogramm zur Aufklärung und Sensibilisierung von Schülerinnen und Schülern, Lehrenden und Eltern zum verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet und den sozialen Medien. Projektlaufzeit ca. 4 - 6 Wochen.

- Detaillierte Aufklärung des pädagogischen Fachpersonals und Befähigung zur Durchführung der Schüler-Projektarbeiten.

- Sensibilisierung der Schüler durch externe Fachkräfte mittels interaktivem Vortrag.

- Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten zusammen mit den Lehrkräften in Projekten, das Thema Mobbing und Cybermobbing.

- Die SuS stellen ihren Eltern die erarbeiteten Projekte vor, zusätzliche Aufklärung durch externe Fachkräfte.

Website des Angebots

  • Anbieter: Bündnis gegen Cybermobbing e. V.
  • Ort: Bundesweit
  • Laufzeit: Ab 01.01.2023
  • Thema: Psychische Gesundheit stärken
    Stress reduzieren
    Gesunden Schlaf fördern
  • Lebenswelt: Schule
    Familie
  • Altersgruppe: Kinder (4-12 Jahre)
    Jugendliche (13-17 Jahre)
  • Form: Präsenzangebot
    Telefonisches Angebot
    Informationsmaterial (print, online)

Multikomponenten-Ansatz: Die Metaanalyse betont die Effektivität von Programmen, die alle Beteiligten (Schülerinnen und Schülern, Lehrkräfte, Eltern) einbeziehen. Unser Programm folgt exakt diesem Ansatz (Lehrerfortbildung, Schülervorträge + Projektarbeit, Elternabend).

Verankerung in der Schule: Laut Gradinger et al. sind Programme besonders wirksam, wenn sie in den Schulalltag eingebettet und nicht punktuell sind. Wir setzen auf eine mehrwöchige Projektarbeit und eine jährliche Wiederholung – das unterstützt den Langzeiteffekt.

Förderung von Empathie und Verantwortungsübernahme: Die Autoren betonen, dass erfolgreiche Programme auf Verhaltensänderung und Empathie Förderung zielen sollten – nicht nur auf Wissensvermittlung. Unsere Inhalte fokussieren auf Sozialkompetenz, Verantwortungsgefühl und Medienreflexion, z. B. durch Projektarbeiten, Rollenspiele und Impulsfragen.

Peer-Involvement: Besonders effektiv sind laut der Analyse Programme mit Peer-to-Peer-Elementen. Auch unser Programm sieht Peer-Kommunikation im Rahmen der Schülerprojekte sowie Schülerbeiträge beim Elternabend vor.

  1. Lehr- und pädagogische Fachkräfte sollen in die Lage versetzt werden, Cybermobbing und Co. zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.

  2. Schülerinnen und Schüler sollen über die Risiken und Gefahren im Internet und in sozialen Medien aufgeklärt werden und lernen, wie sie sich vor diesen schützen können.

  3. Eltern sollen über die Problematiken aufgeklärt werden und lernen, wie sie ihre Kinder unterstützen können.

  4. Zertifikatsvergabe und Möglichkeit der Nutzung einer Telefonhotline

Das Programm wird in allen Phasen qualitätsevaluiert.

Phase 1:

Einführungsseminar für Lehrkräfte an den teilnehmenden Schulen

An einem Seminartag (ca. 6 Stunden) werden Lehrkräfte durch ausgebildete Referenten in die Thematik eingeführt.

Folgende Themen werden unter anderem behandelt:

  • Cybermobbing: Was versteht man darunter?

  • Auseinandersetzung mit verschiedenen Rollen: Täter, Opfer, Bystander - Motive und Handlungsweisen

  • Handlungsmöglichkeiten/Strategien: Was kann man gegen (Cyber)-Mobbing unternehmen? Wovon ist abzuraten?

  • Gesetze/Rechte: Welche Gesetze und rechtlichen Regelungen gibt es (in Deutschland/international)?

  • Prävention: Was kann im Vorfeld unternommen werden? An wen kann man sich wenden?

  • Auswirkungen von Cybermobbing für die Opfer (gesundheitliche, psychische etc.)

  • Praktische Beispiele aus der Präventionsarbeit

Im Anschluss an die theoretische Einführung wird das didaktische Material erläutert. Außerdem wird erklärt, wie die Lehrkräfte mit dem didaktischen Material umgehen können. 

Phase 2:

Bearbeitung des Themas Cybermobbing mit den Schülern

Nach der theoretischen Einführung der Lehrkräfte und der Hinführung zu dem Thema Cybermobbing, steht in der zweiten Phase die praktische Arbeit mit den Schülern im Vordergrund. In dieser Phase, die sich über ca. 4-6 Wochen erstrecken kann, sollen die Lehrkräfte gemeinsam mit den Schülern diverse Unterrichtsmaterialien (Film, Buch etc.) zum Thema Cybermobbing bearbeiten.

Zu Beginn des Anti-Mobbing-Trainings sollten die Pädagogen zunächst theoretisch darauf eingehen, worum es sich bei Cybermobbing handelt. Als geeigneter Einstieg könnte ein Fragebogen dienen, den die SchülerInnen zu Beginn des Trainings anonym ausfüllen. Dessen Ergebnisse könnten dann in einer nachfolgenden Stunde diskutiert und analysiert werden.

Phase 3: Elternabend

Ziele:

  • Sensibilisierung und Vermittlung von elterlicher Unterstützungskompetenz bei digitaler Gewalt

  • Medienerziehung im Wandel: Die digitale Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. Aufklärung über Risiken und Schutzfaktoren digitaler Nutzung

  • Stärkung elterlicher Kommunikationskompetenz

  • Eltern als Rollenvorbilder: Selbstschutz und Kompetenz im schulischen und sonstigen Lebensumfeld

Inhalte & Methoden:

  • Überblick über Cybermobbing und Medienverhalten Kinder & Jugendlicher

  • Früherkennung von Anzeichen digitaler Gewalt

  • Anleitung zu Prävention, Intervention und Gesprächsführung

  • Erfahrungsaustausch und Q&A-Runden

Die Qualitätssicherung und Wirkungsmessung sind integrale Bestandteile des Präventionskonzeptes und gewährleisten eine evidenzbasierte Steuerung.

Methodik der Wirkungsmessung

Zur Messung der Wirksamkeit werden anonymisierte Prä-/Post-Erhebungen eingesetzt. Diese standardisierten Fragebögen erfassen zentrale Indikatoren wie:

  • Wissen über Cybermobbing und rechtliche Konsequenzen

  • Einstellung zu digitaler Zivilcourage und Interventionsbereitschaft

  • Wahrgenommene Selbstwirksamkeit im Umgang mit Konflikten

  • Veränderung der Prävalenz von Opfer- und Tätererfahrungen (im Rahmen der Anonymität)

Qualitätssicherung

  • Kontinuierliche Analyse der erhobenen Daten und Begleitung durch das Bündnis gegen Cybermobbing e. V.

  • Regelmäßige Aktualisierung der Inhalte nach neuesten Studien und digitalen Trends

  • Referenten mit psychologischer und pädagogischer Expertise

  • Ansatz: Verhaltens- und Verhältnisprävention
  • Qualitätskriterien: Das Präventionsangebot beruht auf einem bereits evaluierten Konzept/Vorgehen, nämlich:
    Bedarfsermittlung
    Qualitätssicherung/-management
    Metaanalyse von Gradinger, Strohmeier und Spiel (2016)
  • Evaluation: Externe Prozessevaluation
    Interne Ergebnisevaluation

Anbieter

Bündnis gegen Cybermobbing e. V.
Leopoldstr. 1
76133 Karlsruhe

Sonja Kracht
Telefon: 07211600915
E-Mail-Adresse: s.Kracht@buendnis-gegen-cybermobbing.de

Das Bündnis gegen Cybermobbing e.V. ist ein im Juli 2011 gegründeter, gemeinnütziger Verein in Deutschland, der sich aktiv gegen Cybermobbing und Gewalt im Internet einsetzt. Der Verein mit Sitz in Karlsruhe bildet ein breites Netzwerk aus verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren: Experten (Engagierte Eltern, Pädagogen, Juristen, Mediziner und Präventionsexperten), Betroffene (Menschen, die privat oder beruflich persönliche Erfahrungen mit Cybermobbing gemacht haben) und Unterstützer (Prominente Persönlichkeiten aus Politik, Sport und Medien sowie Unternehmen) arbeiten zusammen.

https://www.buendnis-gegen-cybermobbing.de

Letzte Aktualisierung: 23.07.2026

Für Sie erreichbar

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Service-Hotline: 09131-6808 4000

Dienstags 10:30 bis 12:00 Uhr
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