Digital Streetwork im Bereich Sucht (DigiStreet)

Niedrigschwellige, aufsuchende, digitale Suchtprävention und Beratung für junge Menschen in sozialen Medien, Chats und Online-Communities. Junge Menschen werden in ihren Lebenswelten dort erreicht, wo sie sich aufhalten – mit digitaler Streetwork und akzeptanzorientierter Suchtprävention.

Das Projekt „Digital Streetwork im Bereich Sucht“ ist ein internetbasiertes und leicht zugängliches Beratungsangebot für junge Konsumierende. Dadurch können auch junge Menschen erreicht werden, die kaum Zugang zu analogen Beratungsangeboten haben. Der Schwerpunkt liegt darauf, sowohl frühzeitig präventiv junge Menschen anzusprechen, die noch keine explizite Suchtproblematik aufweisen, als auch Personen mit bereits riskantem oder problematischem Konsummustern. Es wird trägerübergreifend von Condrobs, ANAD, Drogenhilfe Schwaben, mudra, MINDZONE und der Landesstelle Glückspielsucht bayernweit umgesetzt. Fachkräfte sind aufsuchend und beratend in Social-Media, Chats und Foren unterwegs.

Website des Angebots

  • Anbieter: Landes-Caritasverband Bayern e. V.
  • Ort: Bayernweit
  • Laufzeit: 01.10.2023 bis 01.12.2027
  • Thema: Gesundheitskompetenz verbessern
    Psychische Gesundheit stärken
    Gesund ernähren
    Sucht vorbeugen
    Exzessive Mediennutzung begegnen
    Schäden von Glücksspiel reduzieren
    Tabakkonsum reduzieren
    Alkoholkonsum in verantwortungsvollen Grenzen halten
    Für Risiken von Cannabis sensibilisieren
    Essstörungen
    Sonstiges: Für Risiken von Psychoaktiven Substanzen und Neuen psychoaktiven Substanzen (NPS) sensibilisieren
  • Lebenswelt: Sonstiges: Digitales Setting (Social Media, Online-Communities, Chats und Foren)
  • Altersgruppe: Junge Erwachsene (18-29 Jahre)
    Jugendliche (13-17 Jahre)
  • Form: Digitales Angebot
    Informationsmaterial (print, online)

Ziel des Projekts ist es, junge Menschen mit Informationen, Beratung und Unterstützung zu psychoaktiven Substanzen und suchtbezogenen Fragestellungen in ihren digitalen Lebenswelten zu erreichen. Durch aufsuchende, niedrigschwellige und akzeptanzorientierte Ansätze sollen gesundheitliche Risiken frühzeitig reduziert, Konsumkompetenz und Gesundheitskompetenz gestärkt sowie riskanten Konsumentwicklungen vorgebeugt werden. Gleichzeitig werden Betroffene und Angehörige bei Bedarf an geeignete regionale Hilfsangebote vermittelt. Das Projekt trägt dazu bei, Zugangsbarrieren zum Suchthilfesystem abzubauen und insbesondere Personen zu erreichen, die klassische Beratungsangebote bislang nicht oder nur schwer in Anspruch nehmen.

Das Projekt setzt digitale Streetwork als aufsuchende Methode der Suchtprävention und Frühintervention ein. Die Fachkräfte sind im Sinne von Streetworkern auf relevanten Social-Media-Plattformen, in Chats und Online-Communities aktiv und bieten dort niedrigschwellige, anonyme und kostenfreie Beratung an. Grundlage der Arbeit sind die Prinzipien der Lebensweltorientierung, Freiwilligkeit, Akzeptanz, Vertraulichkeit und Ressourcenorientierung.

Die Umsetzung umfasst die aktive Ansprache von Nutzerinnen und Nutzern, die Beantwortung suchtbezogener Fragen sowie die Vermittlung evidenzbasierter Informationen zu psychoaktiven Substanzen, Safer-Use-Strategien, Risikokompetenz und Gesundheitsschutz. Ergänzend werden zielgruppengerechte Präventionsinhalte in Form von Social-Media-Beiträgen, Videos, Podcasts und weiteren digitalen Informationsformaten veröffentlicht. Dadurch werden seriöse Informationen bereitgestellt und Fehlinformationen im digitalen Raum entgegengewirkt.

Bei Bedarf erfolgt eine individuelle Beratung sowie die Vermittlung an geeignete regionale Angebote der Suchthilfe, Gesundheitsversorgung oder psychosozialen Unterstützung. Die Auswahl der digitalen Plattformen orientiert sich an der Mediennutzung der Zielgruppe sowie an kontinuierlichem Monitoring aktueller Entwicklungen und Konsumtrends.

Die beteiligten Träger arbeiten eng zusammen und stimmen sich regelmäßig zu Fallarbeit, aktuellen Entwicklungen und gemeinsamen Präventionsstrategien ab. Dadurch werden eine hohe fachliche Qualität, einheitliche Standards sowie eine bedarfsgerechte und koordinierte Versorgung der Zielgruppen sichergestellt.

  • Ansatz: Verhaltens- und Verhältnisprävention
  • Förderung: Initiative Gesund.Leben.Bayern. / Präventionsfonds des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention
  • Qualitätskriterien: Niedrigschwellige Arbeitsweise (Barrierearmut, Inklusion, gleichberechtigte Teilhabe)
    Qualitätssicherung/-management
  • Evaluation: Interne Prozessevaluation
    Interne Ergebnisevaluation
  • Zertifizierung: hat den IBK Preis erhalten

Anbieter

Landes-Caritasverband Bayern e. V.
Lessingstraße 1
80336 München

Sonia Nunes
Telefon: 089 51 65 75 33
E-Mail-Adresse: sonia.nunes@mindzone.info

Der Landes-Caritasverband Bayern ist der größte Wohlfahrtsverband in Bayern. Mit rund 6000 Unternehmen, Diensten und Einrichtungen, rund 188.000 Mitarbeitenden und ca. 55.000 ehrenamtlich Engagierten ist er in allen Bereichen der Sozialwirtschaft tätig. Er vertritt die sieben Diözesan-Caritasverbände auf Landesebene , schafft angemessene Rahmenbedingungen und bündelt das Caritas-Netzwerk in Bayern zu einer Stimme. Vordergründiges Ziel ist die Gestaltung einer humanen und sozial gerechten Gesellschaft. Vorsitzender ist Landes-Caritasdirektor Pfarrer Dr. Andreas Magg.

https://www.caritas-bayern.de

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

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