Ärztliche Gesundheitsbildung für Schülerinnen und Schüler und deren Umfeld

Ärztliche Workshops im Klassenzimmer stärken Gesundheitskompetenz, Körperakzeptanz und Handlungssicherheit beim Erwachsenwerden.

Ärztinnen und Ärzte der ÄGGF bringen Gesundheitsbildung direkt ins Klassenzimmer. In ca. 90-minütigen Workshops begleiten sie Schülerinnen und Schüler ab Klasse 4 bis zur Berufsschule altersgerecht und vertraulich durch Fragen rund um Pubertät, Körperentwicklung, Sexualität, Gesundheit, Selbstbestimmung und Schutz. Das Angebot ist wissenschaftlich fundiert, semi-standardisiert und findet möglichst ohne Lehrkraft im geschützten Klassenverband statt. Es stärkt Körperakzeptanz, Selbstfürsorge und Handlungskompetenz und baut Brücken in das Vorsorge- und Hilfesystem. Besonderer Schwerpunkt ist die gesundheitliche Chancengleichheit, gerade an Schulen mit vulnerablen Gruppen. 

Website des Angebots

  • Ort: Bundesweit
  • Laufzeit: Ab 01.07.2026
  • Thema: Gesundheitskompetenz verbessern
    Psychische Gesundheit stärken
    Sexuelle Gesundheit schützen
    Vorsorge, Früherkennung und Impfung stärken
    Sucht vorbeugen
    Tabakkonsum reduzieren
    Alkoholkonsum in verantwortungsvollen Grenzen halten
    Für Risiken von Cannabis sensibilisieren
    Essstörungen
    FASD (Fetales Alkohol Syndrom), Körperakzeptanz
  • Lebenswelt: Schule
    Lehr- oder Ausbildungsstätte
    Arbeit & Betrieb
  • Altersgruppe: Kinder (4-12 Jahre)
    Jugendliche (13-17 Jahre)
    Junge Erwachsene (18-29 Jahre)
    Erwachsene (30-64 Jahre)
  • Form: Digitales Angebot
    Präsenzangebot
    Informationsmaterial (print, online)

Ziel des Präventionsangebotes ist es, die Gesundheitskompetenz von Schülerinnen und Schülern ab der 4. Klasse bis zur Berufsschule zu stärken und gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern. Kinder und Jugendliche erhalten verlässliche, wissenschaftlich fundierte und altersgerechte Informationen zu Pubertät, Körperentwicklung, Sexualität, Körperhygiene, Selbstbestimmung, Schutz, Impfungen und Vorsorge. Sie sollen eigene Fragen stellen können, Unsicherheiten abbauen, ihren Körper besser verstehen und Handlungskompetenz für gesundheitsbezogene Entscheidungen entwickeln. Das Angebot schafft zudem eine Brücke in das Gesundheits- und Vorsorgesystem, etwa zu Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen sowie gynäkologischen oder urologischen Praxen. Besonders erreicht werden sollen auch Schülerinnen und Schüler aus sozial herausfordernden Lebenslagen und vulnerablen Gruppen.

Die Umsetzung erfolgt als ärztlicher Workshop direkt im Klassenzimmer. Die Workshops dauern in der Regel ca. 90 Minuten und richten sich an Schülerinnen und Schüler ab der 4. Klassenstufe bis zur Berufsschule. Sie können an allen Schulformen durchgeführt werden. Gearbeitet wird im Klassenverband, möglichst ohne Lehrkraft, damit ein geschützter Rahmen für persönliche Fragen entsteht. Je nach Alter und Entwicklungsstand werden die Gruppen geschlechtshomogen oder passend zur schulischen Situation zusammengestellt. Die Inhalte sind wissenschaftlich fundiert, altersangepasst und semi-standardisiert. Gleichzeitig bleibt das Format dialogisch: Die Fragen der Schülerinnen und Schüler stehen im Mittelpunkt und werden von ärztlichen Mitgliedern der ÄGGF verständlich, respektvoll und fachlich eingeordnet. Thematisch geht es um Pubertät und Erwachsenwerden, Körperwissen, Körperakzeptanz, Körperhygiene, psychosexuelle Entwicklung, Selbstbestimmung, Schutz, Medien- und Gesundheitskompetenz sowie um Vorsorgeangebote wie Jugendgesundheitsuntersuchungen, Impfungen (besonders HPV) und den Zugang zu kinder- und jugendärztlichen, gynäkologischen oder urologischen Praxen. Auch die Auswirkungen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft (FASD) werden thematisiert. Ergänzend bietet die ÄGGF Informationsveranstaltungen für Eltern und weitere Bezugspersonen sowie Fortbildungen für Lehrkräfte, Fachkräfte der Schulsozialarbeit und medizinisches Personal an. So werden nicht nur einzelne Schülerinnen und Schüler erreicht, sondern auch ihr schulisches und familiäres Umfeld gestärkt.

Das Präventionsangebot stärkt Kinder und Jugendliche in einer sensiblen Entwicklungsphase. Durch verständliche, evidenzbasierte Informationen werden Unsicherheiten abgebaut, Mythen korrigiert und die Sprachfähigkeit rund um Körper, Pubertät, Sexualität, Gesundheit und Schutz verbessert. Die Schülerinnen und Schüler erleben, dass ihre persönlichen Fragen ernst genommen und vertraulich beantwortet werden. Das fördert Körperakzeptanz, Selbstfürsorge, Selbstwirksamkeit und die Fähigkeit, gesundheitsbezogene Entscheidungen bewusst zu treffen. Zugleich leistet das Angebot einen Beitrag zur gesundheitlichen Chancengleichheit, weil es Gesundheitsbildung dorthin bringt, wo nahezu alle Kinder und Jugendlichen erreicht werden können: in die Schule. Besonders in Regionen und Schulen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf eröffnet der kostenfreie Zugang zu ärztlicher Gesundheitsbildung eine wichtige Brücke in das Vorsorge- und Hilfesystem. Die ÄGGF arbeitet seit mehr als 70 Jahren im Setting Schule. 2025 wurden mehr als 7.700 ärztliche Workshops durchgeführt und über 100.000 Schülerinnen und Schüler erreicht. Zahlreiche wissenschaftliche Evaluationen wurden erfolgreich durchgeführt und belegen Wissenszuwachs, Wirksamkeit, Handlungsfähigkeit und Akzeptanz. Qualitätssicherung erfolgt unter anderem durch semi-standardisierte Curricula, Dokumentation, Mentoring, Supervision und Fortbildung der Ärztinnen und Ärzte sowie Auswertungen zur Akzeptanz und Zufriedenheit.

  • Ansatz: Verhaltensprävention
  • Förderung: Sozialversicherungsträger (GKV, DGUV, DRV, Pflegekassen), Spenden, Stiftungen, Vereine, BIÖG
  • Qualitätskriterien: Erkenntnisse aus der Gesundheitsberichterstattung
    Bedarfsermittlung
    Qualitätssicherung/-management
  • Evaluation: Interne Prozessevaluation
    Interne Ergebnisevaluation
  • Zertifizierung: Andere Auszeichnung: Vision Zero Award 2026, Nationale Dekade gegen Krebs
    Vision Zero Award 2026, Nationale Dekade gegen Krebs

Letzte Aktualisierung: 14.08.2026

Für Sie erreichbar

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