PräventionspoolBayern
ZPG
Auf der Mitgliederversammlung des Vereins Selbsthilfekontaktstellen Bayern im Mai 23 wurde von unseren 35 Beratungseinrichtungen zum Thema Selbsthilfe in Bayern berichtet, dass die Anrufe von einsamen Menschen nach der Corona-Zeit extrem zugenommen haben - und zwar in allen Altersgruppen. Um hier entgegen zu wirken, wurde die Idee entwickelt, an den Standorten Gruppen zur Begegnung zu initiieren.
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Thema Sonstiges
Lebenswelt Verein, Arbeit & Betrieb
Altersgruppe Junge Erwachsene (18-29 Jahre), Erwachsene (30-64 Jahre), Ältere (ab 65 Jahre), Hochbetagte (ab 80 Jahre)
Form Präsenzangebot, Informationsmaterial (print, online)
Laufzeit 01.09.2023 0
Sprachen Deutsch Ukrainisch Serbokroatisch Englisch Spanisch Italienisch Französisch
Zuletzt aktualisiert: 11.02.2026
Informieren, fördern, vernetzen: Die Strukturen und die Wirksamkeit von Gesundheitsförderung und Prävention in Bayern zu stärken, ist Ziel des Zentrums im Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Wir verbinden Präventionspraxis, Wissenschaft und bürgerschaftliches Engagement, wir entwickeln Medien und Materialien, bilden fort, machen gute Praxis bekannt und geben Anregungen weiter.
Einsame Menschen in Bewegung und ins Gespräch bringen, ohne Sie zu stigmatisieren: Bei einem Spaziergang sollen tiefere Gespräche angeregt und eine Brücke zu thematischen Selbsthilfegruppen gebaut werden. Zudem sollen neue Kontakte geknüpft und die Freude daran geweckt werden, andere Leute kennenzulernen.
Ein gemeinsames Konzept und ein Flyerentwurf wurden erarbeitet. 17 Standorte in Bayern aus dem Verein SeKo Bayern e.V. nahmen teil; 2 weitere schlossen sich nach dem Start an. Ein gemeinsamer Flyer wurde noch vor der bayerischen Sommerpause an professionelle Anbieter und Beratungsstellen verschickt. Anschließend wurden dann 19 Einzelflyer der jeweiligen Standorte in Bayern verteilt.
Ab der dritten Septemberwoche starteten die Walk & Talktreffs - meist an der jeweiligen Selbsthilfekontaktstelle mit Begleitung von Sozialpädagoginnen und -pädagogen. Den Spaziergängerinnen und Spaziergängern wurden Leitfragen mitgegeben, und im Wechsel tauschten sich 2er-Gruppen aus. Danach sollten die Treffen in Eigenregie weitergeführt oder an SHG weiterverwiesen werden.
Fast an allen Standorten gelang die Verselbständigung der Gruppen.
An manchen Orten wurden sogar mehrere Treffs gegründet, die sich weiter zum Spazieren gehen, bei Spieleabenden oder in der Selbsthilfekontaktstelle zum Gespräch treffen.
Auch fanden einige der Teilnehmenden den Weg in herkömmliche Selbsthilfegruppen.
Als Rückmeldung wurden die interessanten Gespräche, aber auch die gute Begleitung durch Professionelle als besonders hilfreich eingestuft. Auch für das Frühjahr 2024 haben einige Selbsthilfekontaktstellen eine Neuauflage von Walk & Talk geplant. Insgesamt nahmen bisher ca. 800 Personen (pro Treffen zwischen 4 und 40 Teilnehmende) teil.
Das Kurzkonzept und Fragekärtchen sowie Regeln wurden in einer Arbeitsgruppe erarbeitet. Die Arbeitsgruppe traf sich zweimal in der Vorbereitungsphase, einmal zum Austausch nach der Durchführung. Ein Evaluationsbogen wurde erstellt und an 9 Orten beim letzten Treffen gut eingesetzt. Die Auswertung ergab ein sehr positives Echo. Eine Pressemeldung zu Beginn und am Ende der Aktion wurden verbreitet.
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