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Das Präventionskonzept des Bündnisses gegen Cybermobbing e. V. zielt darauf ab, einen nachhaltigen Kulturwandel an Berufs(fach)schulen zu initiieren, der von der Schulleitung über das Lehrpersonal bis hin zu den Auszubildenden und ihren Eltern sowie den Ausbildern in den Unternehmen reicht. Die Umsetzung des Programms an den Schulen wird durch eine finanzielle Förderung der AOK Bayern ermöglicht.
Website des Angebots
Aufklärung: Vermittlung von fundiertem Wissen über Formen, Risiken und rechtliche Konsequenzen von Cybermobbing und digitaler Gewalt
Prävention: Stärkung der Selbstschutzkompetenzen der Auszubildenden und Etablierung präventiver Strukturen an den Bildungseinrichtungen, sowie Förderung eines respektvollen, achtsamen Miteinanders im digitalen Raum
Intervention: Vermittlung von Strategien zur Deeskalation, Gesprächsführung und Konfliktlösung und Erhöhung der Handlungskompetenz der Lehrkräfte und Ausbilder:innen für adäquate und rechtssichere Konfliktlösung im digitalen Raum
Multiplikatorenschulung: Qualifizierung des pädagogischen Personals zur langfristigen Implementierung und eigenständigen Durchführung präventiver Maßnahmen
Das Programm ist modular aufgebaut und richtet sich in einem Drei-Säulen-Ansatz an die zentralen Akteure der Lebenswelt:
Ziel: Erwerb von fundiertem Wissen über die Dynamik digitaler Gewalt, rechtliche Rahmenbedingungen und Erhöhung der Handlungssicherheit in der Prävention und Intervention
Rolle: Interne Multiplikatoren und Träger der Präventionsstrukturen
Ziel: Stärkung von Selbst- und Fremdschutz, Förderung digitaler Zivilcourage (Bystander- Intervention) und Aufbau gesunder digitaler Kommunikationsmuster
Rolle: Direkt Begünstigte und aktive Gestalter eines positiven Schulklimas
Ziel: Sensibilisierung für die Lebensrealität der Jugendlichen, Vermittlung von Handlungssicherheit im Umgang mit Medienkonflikten und Befähigung zur aktiven Begleitung und Stärkung eigener Medienkompetenz zur Vorbeugung digitaler Übergriffe im eigenen Arbeitsumfeld
Rolle: Unterstützer im häuslichen Umfeld und primäre Bezugspersonen
Ziele:
Aufbau von Wissen über Dynamiken digitaler Gewalt und rechtliche Rahmenbedingungen
Entwicklung von Handlungsstrategien bei Vorfällen
Stärkung der Vorbildrolle im digitalen Raum
Inhalte & Methoden:
Einführung in Cybermobbing und digitale Gewaltformen (Dynamik, Täterprofile, Opferperspektiven, psychische Folgen)
Fallanalysen realer schulischer und betrieblicher Situationen
Entwicklung institutioneller Präventionsstrukturen
Rechtliche Grundlagen (Schulrecht, Fürsorgepflicht, straf- und zivilrechtliche Relevanz)
Methodik:
Interaktive Workshops mit Gruppenarbeit, Rollenspielen, Chat-Simulationen und Reflexion über digitale Kommunikationskultur
Dauer: 4-stündige Fortbildungseinheit (Präsenz & Interaktiv)
Stärkung der digitalen Resilienz und Förderung prosozialen Verhaltens in digitalen Räumen
Sensibilisierung für Cybermobbing und dessen psychische Folgen
Förderung von Empathie, Respekt und Zivilcourage
Stärkung der digitalen Selbstwirksamkeit und Medienkompetenz
Erkennen von Cybermobbing, Rollenverständnis (Täter, Opfer, Mitläufer, Zuschauer).
Risikokompetenz: Erkennen von Mobbingformen, Folgen für Gesundheit und Ausbildung.
Selbstschutz: Passwortsicherheit, Netiquette, Umgang mit Beleidigungen und Hassrede
Umgang mit Gruppendruck, Gerüchten und digitaler Verantwortung, sowie Zivilcourage
Praktische Strategien: Melden, Hilfe holen, Abgrenzen
Übungen zu Selbstwert, Emotionen, Schutz der Privatsphäre
Interaktive Lerneinheiten mit Videos, Chat-Simulationen, Reflexionsübungen und Gruppenaufgaben
Dauer: 4-6 Unterrichtseinheiten (á 45 Minuten)
Sensibilisierung und Vermittlung von elterlicher Unterstützungskompetenz bei digitaler Gewalt
Medienerziehung im Wandel: Die digitale Lebenswelt der Berufsschüler:innen. Aufklärung über Risiken und Schutzfaktoren digitaler Nutzung
Stärkung elterlicher Kommunikationskompetenz
Eltern als Rollenvorbilder: Selbstschutz und Kompetenz in der Arbeitswelt 4.0
Überblick über Cybermobbing und Medienverhalten Jugendlicher
Früherkennung von Anzeichen digitaler Gewalt
Anleitung zu Prävention, Intervention und Gesprächsführung
Erfahrungsaustausch und Q&A-Runden
Digitaler Informationsabend für Eltern und Ausbilder aus den Unternehmen, interaktiver Vortrag mit Praxisbeispielen, anonymen Fallfragen und alltagstauglichen Tipps. Niederschwelliger Zugang. Fokus auf die Brücke zwischen der Begleitung des Kindes und der eigenen Rolle als Erwachsene in der digitalen Arbeitswelt.
Dauer: 90-120 Minuten (Präsenz oder Webinar)
Die Qualitätssicherung und Wirkungsmessung sind integrale Bestandteile des Präventionskonzeptes und gewährleisten eine evidenzbasierte Steuerung.
Zur Messung der Wirksamkeit werden anonymisierte Prä-/Post-Erhebungen eingesetzt. Diese standardisierten Fragebögen erfassen zentrale Indikatoren wie:
Wissen über Cybermobbing und rechtliche Konsequenzen
Einstellung zu digitaler Zivilcourage und Interventionsbereitschaft
Wahrgenommene Selbstwirksamkeit im Umgang mit Konflikten
Veränderung der Prävalenz von Opfer- und Tätererfahrungen (im Rahmen der Anonymität)
Kontinuierliche Analyse der erhobenen Daten und Begleitung durch das Bündnis gegen Cybermobbing e. V.
Regelmäßige Aktualisierung der Inhalte nach neuesten Studien und digitalen Trends
Referenten mit psychologischer und pädagogischer Expertise
Bündnis gegen Cybermobbing e. V. Leopoldstr. 1 76133 Karlsruhe
Sonja Kracht Telefon: 07211600915 E-Mail-Adresse: s.Kracht@buendnis-gegen-cybermobbing.de
Das Bündnis gegen Cybermobbing e.V. ist ein im Juli 2011 gegründeter, gemeinnütziger Verein in Deutschland, der sich aktiv gegen Cybermobbing und Gewalt im Internet einsetzt. Der Verein mit Sitz in Karlsruhe bildet ein breites Netzwerk aus verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren: Experten (Engagierte Eltern, Pädagogen, Juristen, Mediziner und Präventionsexperten), Betroffene (Menschen, die privat oder beruflich persönliche Erfahrungen mit Cybermobbing gemacht haben) und Unterstützer (Prominente Persönlichkeiten aus Politik, Sport und Medien sowie Unternehmen) arbeiten zusammen.
https://www.buendnis-gegen-cybermobbing.de
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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