Wir alle gegen Mobbing und Gewalt im Netz

Förderung der sozialen und digitalen Resilienz der jungen Erwachsenen sowie Etablierung einer gesunden, wertschätzenden Kommunikationskultur in der Lebenswelt „Schule und Betrieb“

Das Präventionskonzept des Bündnisses gegen Cybermobbing e. V. zielt darauf ab, einen nachhaltigen Kulturwandel an Berufs(fach)schulen zu initiieren, der von der Schulleitung über das Lehrpersonal bis hin zu den Auszubildenden und ihren Eltern sowie den Ausbildern in den Unternehmen reicht. Die Umsetzung des Programms an den Schulen wird durch eine finanzielle Förderung der AOK Bayern ermöglicht.

Website des Angebots

  • Anbieter: Bündnis gegen Cybermobbing e. V.
  • Ort: Bundesweit
  • Laufzeit: Ab 01.01.2026
  • Thema: Psychische Gesundheit stärken
    Stress reduzieren
    Gesunden Schlaf fördern
  • Lebenswelt: Schule
    Hochschule / Universität
    Lehr- oder Ausbildungsstätte
    Arbeit & Betrieb
    Familie
  • Altersgruppe: Junge Erwachsene (18-29 Jahre)
    Jugendliche (13-17 Jahre)
  • Form: Präsenzangebot
    Informationsmaterial (print, online)
    Digitales Angebot

Aufklärung: Vermittlung von fundiertem Wissen über Formen, Risiken und rechtliche Konsequenzen von Cybermobbing und digitaler Gewalt

Prävention: Stärkung der Selbstschutzkompetenzen der Auszubildenden und Etablierung präventiver Strukturen an den Bildungseinrichtungen, sowie Förderung eines respektvollen, achtsamen Miteinanders im digitalen Raum

Intervention: Vermittlung von Strategien zur Deeskalation, Gesprächsführung und Konfliktlösung und Erhöhung der Handlungskompetenz der Lehrkräfte und Ausbilder:innen für adäquate und rechtssichere Konfliktlösung im digitalen Raum

Multiplikatorenschulung: Qualifizierung des pädagogischen Personals zur langfristigen Implementierung und eigenständigen Durchführung präventiver Maßnahmen

Das Programm ist modular aufgebaut und richtet sich in einem Drei-Säulen-Ansatz an die zentralen Akteure der Lebenswelt:

1. Lehrkräfte und Ausbilder:innen (Multiplikatoren):

Ziel: Erwerb von fundiertem Wissen über die Dynamik digitaler Gewalt, rechtliche Rahmenbedingungen und Erhöhung der Handlungssicherheit in der Prävention und Intervention

Rolle: Interne Multiplikatoren und Träger der Präventionsstrukturen

2. Auszubildende / Schüler:innen:

Ziel: Stärkung von Selbst- und Fremdschutz, Förderung digitaler Zivilcourage (Bystander- Intervention) und Aufbau gesunder digitaler Kommunikationsmuster

Rolle: Direkt Begünstigte und aktive Gestalter eines positiven Schulklimas

3. Eltern:

Ziel: Sensibilisierung für die Lebensrealität der Jugendlichen, Vermittlung von Handlungssicherheit im Umgang mit Medienkonflikten und Befähigung zur aktiven Begleitung und Stärkung eigener Medienkompetenz zur Vorbeugung digitaler Übergriffe im eigenen Arbeitsumfeld

Rolle: Unterstützer im häuslichen Umfeld und primäre Bezugspersonen

Block 1: Lehrkräfte & Ausbilder:innen

Ziele:

  • Aufbau von Wissen über Dynamiken digitaler Gewalt und rechtliche Rahmenbedingungen

  • Entwicklung von Handlungsstrategien bei Vorfällen

  • Stärkung der Vorbildrolle im digitalen Raum

Inhalte & Methoden:

  • Einführung in Cybermobbing und digitale Gewaltformen (Dynamik, Täterprofile, Opferperspektiven, psychische Folgen)

  • Fallanalysen realer schulischer und betrieblicher Situationen

  • Entwicklung institutioneller Präventionsstrukturen

  • Rechtliche Grundlagen (Schulrecht, Fürsorgepflicht, straf- und zivilrechtliche Relevanz)

Methodik:

Interaktive Workshops mit Gruppenarbeit, Rollenspielen, Chat-Simulationen und Reflexion über digitale Kommunikationskultur

Dauer: 4-stündige Fortbildungseinheit (Präsenz & Interaktiv)

Block 2: Auszubildende / Schüler:innen

Ziele:

  • Stärkung der digitalen Resilienz und Förderung prosozialen Verhaltens in digitalen Räumen

  • Sensibilisierung für Cybermobbing und dessen psychische Folgen

  • Förderung von Empathie, Respekt und Zivilcourage

  • Stärkung der digitalen Selbstwirksamkeit und Medienkompetenz

Inhalte & Methoden:

  • Erkennen von Cybermobbing, Rollenverständnis (Täter, Opfer, Mitläufer, Zuschauer).

  • Risikokompetenz: Erkennen von Mobbingformen, Folgen für Gesundheit und Ausbildung.

  • Selbstschutz: Passwortsicherheit, Netiquette, Umgang mit Beleidigungen und Hassrede

  • Umgang mit Gruppendruck, Gerüchten und digitaler Verantwortung, sowie Zivilcourage

  • Praktische Strategien: Melden, Hilfe holen, Abgrenzen

  • Übungen zu Selbstwert, Emotionen, Schutz der Privatsphäre

Methodik:

Interaktive Lerneinheiten mit Videos, Chat-Simulationen, Reflexionsübungen und Gruppenaufgaben

Dauer: 4-6 Unterrichtseinheiten (á 45 Minuten)

Block 3: Eltern und Ausbilder aus den Unternehmen

Ziele:

  • Sensibilisierung und Vermittlung von elterlicher Unterstützungskompetenz bei digitaler Gewalt

  • Medienerziehung im Wandel: Die digitale Lebenswelt der Berufsschüler:innen. Aufklärung über Risiken und Schutzfaktoren digitaler Nutzung

  • Stärkung elterlicher Kommunikationskompetenz

  • Eltern als Rollenvorbilder: Selbstschutz und Kompetenz in der Arbeitswelt 4.0

Inhalte & Methoden:

  • Überblick über Cybermobbing und Medienverhalten Jugendlicher

  • Früherkennung von Anzeichen digitaler Gewalt

  • Anleitung zu Prävention, Intervention und Gesprächsführung

  • Erfahrungsaustausch und Q&A-Runden

Methodik:

Digitaler Informationsabend für Eltern und Ausbilder aus den Unternehmen, interaktiver Vortrag mit Praxisbeispielen, anonymen Fallfragen und alltagstauglichen Tipps. Niederschwelliger Zugang. Fokus auf die Brücke zwischen der Begleitung des Kindes und der eigenen Rolle als Erwachsene in der digitalen Arbeitswelt.

Dauer: 90-120 Minuten (Präsenz oder Webinar)

Evaluation & Qualitätssicherung

Die Qualitätssicherung und Wirkungsmessung sind integrale Bestandteile des Präventionskonzeptes und gewährleisten eine evidenzbasierte Steuerung.

Methodik der Wirkungsmessung

Zur Messung der Wirksamkeit werden anonymisierte Prä-/Post-Erhebungen eingesetzt. Diese standardisierten Fragebögen erfassen zentrale Indikatoren wie:

  • Wissen über Cybermobbing und rechtliche Konsequenzen

  • Einstellung zu digitaler Zivilcourage und Interventionsbereitschaft

  • Wahrgenommene Selbstwirksamkeit im Umgang mit Konflikten

  • Veränderung der Prävalenz von Opfer- und Tätererfahrungen (im Rahmen der Anonymität)

Qualitätssicherung

  • Kontinuierliche Analyse der erhobenen Daten und Begleitung durch das Bündnis gegen Cybermobbing e. V.

  • Regelmäßige Aktualisierung der Inhalte nach neuesten Studien und digitalen Trends

  • Referenten mit psychologischer und pädagogischer Expertise

  • Ansatz: Verhaltens- und Verhältnisprävention
  • Förderung: Sozialversicherungsträger (GKV, DGUV, DRV, Pflegekassen), AOK Bayern
  • Qualitätskriterien: Bedarfsermittlung
    Erkenntnisse aus der Gesundheitsberichterstattung
  • Evaluation: Interne Ergebnisevaluation
    Externe Prozessevaluation

Anbieter

Bündnis gegen Cybermobbing e. V.
Leopoldstr. 1
76133 Karlsruhe

Sonja Kracht
Telefon: 07211600915
E-Mail-Adresse: s.Kracht@buendnis-gegen-cybermobbing.de

Das Bündnis gegen Cybermobbing e.V. ist ein im Juli 2011 gegründeter, gemeinnütziger Verein in Deutschland, der sich aktiv gegen Cybermobbing und Gewalt im Internet einsetzt. Der Verein mit Sitz in Karlsruhe bildet ein breites Netzwerk aus verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren: Experten (Engagierte Eltern, Pädagogen, Juristen, Mediziner und Präventionsexperten), Betroffene (Menschen, die privat oder beruflich persönliche Erfahrungen mit Cybermobbing gemacht haben) und Unterstützer (Prominente Persönlichkeiten aus Politik, Sport und Medien sowie Unternehmen) arbeiten zusammen.

https://www.buendnis-gegen-cybermobbing.de

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Für Sie erreichbar

Sie haben Fragen oder benötigen Hilfe beim Eintragen Ihres Präventionsangebots?

Service-Hotline: 09131-6808 4000

Dienstags 10:30 bis 12:00 Uhr
Donnerstags 10:00 bis 12:00 Uhr
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